Montag, 6. Juni 2011
(Sächsische Zeitung)

Mehr Luft für die Reifen


Technik Der ADAC empfiehlt einen Zuschlag von 0,3 bar.

Wer mit dem Auto verreist, sollte vor der Urlaubsfahrt den Reifendruck überprüfen. Denn viel Gepäck und hohe Temperaturen können schlaffe Pneus stark aufheizen und beschädigen.

„Am sichersten ist es, etwas mehr Luft als vorgeschrieben einzufüllen“, empfiehlt Maximilian Maurer vom ADAC. Üblich sei ein Zuschlag von etwa 0,3 bar, genaue Angaben dazu finden sich in der Bedienungsanleitung des Autos. Vor allem die Hinterreifen eines voll besetzten und beladenen Wagens brauchen reichlich Luft, sagt Maurer. „Schließlich müssen sie dann die größte Last tragen.“ Der passende Luftdruck hilft aber nichts, wenn ein Auto überladen ist. „Viele lassen sich von einem großen Kofferraum dazu verleiten, zu viel Gepäck mitzunehmen“, erklärt Maurer. Wie viel Last ein Auto tragen kann, geht aus den Angaben in den Fahrzeugpapieren hervor. Gibt es während der Fahrt einen Platten, ist vor allem Ruhe gefragt, sagt Maurer: „Meistens geht der Druckverlust eher schleichend vor sich, das merkt man dann rechtzeitig.“ Richtige Reifenplatzer seien dagegen selten. Kommt es trotzdem dazu, sind heftige Lenk- oder Bremsmanöver die falsche Reaktion. Stattdessen sollten Autofahrer lieber behutsam abbremsen und das Lenkrad möglichst festhalten, um ein Ausbrechen des Fahrzeugs zu verhindern.

Viele Autos haben keinen vollwertigen Ersatzreifen mehr an Bord, erklärt der ADAC-Experte weiter. Stattdessen gibt es meist nur ein schmales Notrad oder ein Reparatur-Set, mit dem sich ein kaputter Reifen flicken lässt. Beide Varianten erlauben es in der Regel, mit dem voll beladenen Wagen weiter zu fahren. In jedem Fall gilt aber: Auf Noträdern und reparierten Reifen sollte man mit langsamem Tempo ohne Umwege die nächste Werkstatt ansteuern. (dpa)